Kreativität braucht Zeit


Der Einstieg von Detlef Weber in die Fotografie war eher ungewöhnlich – er kam quasi gezwungenermaßen dazu. In der Schule musste er von verschiedenen angebotenen Arbeitsgemeinschaften eine auswählen.

Nebst diversen Sportarten stand auch die Fotografie zur Auswahl. Da sein Vater schon diesem Hobby frönte entschied sich Detlef dafür - und hat es nicht bereut. Technisch stieg er für die damalige Zeit mit einer Spiegelreflexkamera recht hoch ein, auch wenn die Belichtung noch per Hand gemessen werden musste.

Stimmungsvolles Bild vom Chiemsee


Die Beschäftigung mit der Fotografie nahm einen bedeutenden Raum seiner Freizeit als Schüler ein. Hinzu kam, dass er bald als Experte für die Dunkelkammer galt. Ja, damals konnte bzw. musste man seine Fotos noch selbst in der Dunkelkammer entwickeln. So konnte er sich ein kleines Taschengeld verdienen, indem er Filme für Freunde, Bekannte und Nachbarn entwickelte.

Aus der damaligen Zeit ist ihm heute noch ein Archiv von Dias verblieben. Den Versuch, diese komplett einzuscannen, hat er allerdings als zu zeitaufwendig eingestellt, obwohl die Beschäftigung mit seinen Schätzen im Nachhinein durchaus zu den Freuden gehört, die Detlef bei der Fotografie empfindet. Er archiviert seine Fotos sehr sorgfältig und hat Spaß daran, das, was er sucht, schnell wieder zu finden.

Zum Beispiel, wenn er Fotos zu einer Diashow zusammenstellt! Während andere Fotografen den kreativen Prozess vor allem bei der Planung des Fotos und der Ausführung sehen gibt es dabei für Detlef auch eine „Kreativität“ im Nachhinein.

Für seine Diashows verwendet er das Programm „M-Objects“, das seinen Bedürfnissen sehr entgegen kommt. Allerdings gibt es bei der Nachbearbeitung von Fotos für ihn eine Einschränkung, die ihm den Spaß verderben kann. „Ich darf nicht unter Zeitdruck stehen. Dann habe ich keine Freude mehr daran und das Ergebnis ist auch nicht so gut.“.